Donnerstag, 27. Juni 2013

Der Engel

Ich habe vorhin diese "Geschichte" im Internet gefunden und möchte sie auch auf meinem Blog verewigen.

Der Engel


Das icq blinkte wieder mal
„ich brauch deine hilfe, bitte hilf mir“
ich starrte einfach nur ne weile drauf ohne zu reagieren.
„bist du da? ICH BRAUCHE DICH“
„ja bin da“
„mir geht es total mies, ich bin soooo weit unten, ich kann nicht mehr“
ich starrte einfach nur auf den bilschirm.
„ich brings jetzt zu ende. Ich mag nicht mehr. Das ist doch alles sooo scheisse“
 

völlig emotionslos starrte ich auf den bildschirm und las was dann immer weiter geschrieben wurde. Dazwischen kam immer wieder nur die frage:
„bist du noch da?“
„ja“
nach ner ewigen zeit, wie es schien, sagte ich:
„lass uns treffen, morgen um 14 uhr bin ich bei dir“
„gut, solange halt ich noch durch, aber wehe du kommst nicht, dann mach ich ein für alle mal schluss mit diesem scheiss leben“

Am nächsten tag machte ich mich auf den weg zu ihr.

Wir trafen uns in ihrer Wohnung. 

sie erzählte wie immer die ganze leier noch mal, wie schlecht es ihr denn nicht ging und wie sinnlos doch das leben sei, dass sie es beenden wolle. ich hörte einfach nur stumm zu.
Nach ner weile sagte ich zu ihr: „du mach mir mal nen kaffee“. Sie ging in die küche und begann die Kaffeemaschine zu füllen. 

Erst mal Wasser rein, dann griff sie zur Kaffeetüte.
 

 Ich stand hinter ihr und beobachtete sie.
„du bist echt unser aller engel“ meinte sie „immer da für uns, immer zur stelle wenn wir dich brauchen, immer hilfst du uns mit all deiner kraft…“

ihr habt mich ausgelaugt, denke ich nur, ihr habt mich ausbluten lassen, ihr wart nie für mich da, wenn ich jemanden brauchte, dann wart ihr auf einmal alle am zoggn, im kino, oder hattet einfach keine lust sich darüber zu unterhalten, blablabla

ich rammte ihr die spritze in den nacken.

sie zuckte zusammen, drehte sich noch um. starrte mich aus weit aufgerissenen augen an. ungläubig, entsetzt, verwirrt…sie sank langsam zu boden, ihre Muskeln verkrampften sich.
 

Ich beugte mich zu ihr hinunter und flüsterte in ihr ohr:
„ist es nicht das was du wolltest aus ganzem herzen? davon hast du doch immer geredet, geträumt“
Immer noch ungläubiges starren, nur ein röcheln kam noch über ihre lippen.
ich richtete mich auf und drehte mich um, verlies die wohnung. irgendwer würde sie schon finden.

Ja ich war ein engel, ein engel der die wünsche der anderen erfüllte… 


copyright treudoof 

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