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Mittwoch, 12. Februar 2014

Rezension: Alex Morel - Survive, wenn der Schnee mein Herz berührt

Klappentext:

Das hochdramatische Abenteuer einer starken Heldin, die im erbitterten Kampf ums Überleben zu sich selbst findet und dabei ihrer großen Liebe begegnet.
Aufreibend, ergreifend und herzzerreißend!
Wie durch ein Wunder überlebt Jane einen Flugzeugabsturz mitten in den Rocky Mountains.
Ironie des Schicksals – genau für diesen Tag hatte sie ihren Selbstmord geplant. Außer Jane hat es nur noch ein einziger Passagier geschafft: Paul.
Gemeinsam schlagen sich die beiden Teenager durch die eisige Wildnis, und dabei erkennt Jane zum ersten Mal seit Langem: Sie will leben.
Das ist vor allem Paul zu verdanken, der ihr Bestes zum Vorschein bringt. Nie zuvor hat Jane so etwas für jemanden empfunden, und für diese unverhoffte Liebe wächst sie über sich selbst hinaus …

 Mein Fazit:

Jane ist seit dem Selbstmord ihres Vater nicht mehr der Mensch, der sie einmal war.
Nach zwei eigenen Selbstmordversuchen lebt sie nun in einer psychiatrischen Klinik.
Als sie die Erlaubnis bekommt über Weihnachten nach Hause zu fliegen, sieht sie darin ihre Chance, sich endlich aus dem Leben zu verabschieden.
Im Flugzeug will sie sich mit Tabletten das Leben nehmen.
Aber dann kommt alles anders als gedacht. Das Flugzeug stürzt ab und Jane ist plötzlich umgeben von Schnee.
Mitten in dem Schneechaos entdeckt sie Paul, der neben ihr im Flugzeug saß. 
Nur sie beide haben überlebt und Jane stellt fest, dass sie doch mehr am Leben hängt als sie gedacht hatte. 
Um zu überleben kommen Jane und Paul sich zwangsläufig näher, da sie sich gegenseitig warm halten und aufeinander angewiesen sind.
Ein Überlebenskampf in eisiger Kälte beginnt und sie fängt an Paul mit anderen Augen zu sehen...

Axel Morel hat eine spannende Geschichte geschrieben, die den Leser aber auch zum nachdenken anregt. Schnee ist was tolles, aber in so einer Lage kann Schnee sehr schnell gefährlich werden und das erzeugt beim lesen teils ein beklemmendes Gefühl.
Eigentlich ist es pure Ironie - Ein junges Mädchen dass nicht mehr leben will, geht in solch einer gefährlichen Situation über ihre Grenzen und entdeckt ihren Überlebenswillen.
Aber gerade das regt zum nachdenken an.
Was mir nicht so gut gefallen hat ist, dass sich die Geschichte irgendwie viel zu schnell entwickelt hat und zu schnell vorbei war. Sie verlieben sich sehr schnell, dann passiert ein schreckliches Ereignis nach dem anderen und dann ist man am Ende angelangt.
Was bei vielen Büchern zu langatmig ist, ist hier schon fast zu kurzatmig.
Trotzdem ist das Buch spannend  und bekommt  :bewertung1von5:  :bewertung1von5:  :bewertung1von5: Sterne von mir.
 

Dienstag, 4. Februar 2014

Rezension: Rita Falk - Urlaub mit Punkt Punkt Punkt...

Klappentext:

Das lässt sich nur mit Humor ertragen!
Fluglotsenstreik, Horrorhotel, Algenpest, Durchfall – wer in den Urlaub fährt, hat oft nicht viel zu lachen.
Es empfiehlt sich daher die Mitnahme dieses Buches:
Alle hier versammelten Autoren sind ausgewiesene Experten fürs Komische. Und es gelingt ihnen mit ihren Geschichten, selbst in die gefürchtete schönste Zeit des Jahres ein bisschen Sonnenschein zu zaubern.



 Mein Fazit:

Ein zusammengewürfeltes Sammelsurium aus vielen Kurzgeschichten.
Ein übernommener Urlaubsgewinn, der im Chaos endet. Anstatt den Urlaub im Suff zu verbringen, wird das kranke Chamäleon des Nachbarn 80km zur nächsten Reptilienklinik gefahren.
Ein erholsamer Urlaub endet in einem unendlichem Monopolyspiel, eine Familie fährt mit Kleinkind mit dem Zug in den Urlaub und anschließend erholt sich der Vater im Büro vom Chaosurlaub.

Erster Urlaub mit der Freundin, sie möchte es romantisch und er weiß nicht so genau, was sie damit meint. Dass er den Urlaub alleine planen soll und nur 21 Tage hat, macht das Chaos natürlich perfekt.
Eine entspannende Schifffahrt endet im Tod und noch vieles mehr...

Rita Falk ist eine der bekanntesten Autorinnen zwischen all den anderen Autoren, die an diesem Buch mitgewirkt haben.
Es ist ein sehr witziges Buch entstanden, dass den Leser zum schmunzeln und lachen bringt.
Man erkennt sich oft selber in der ein oder anderen Geschichte wieder und gerade das macht die Geschichten so authentisch.
Es ist etwas zum zwischendurch lesen und bekommt  :bewertung1von5:  :bewertung1von5:  :bewertung1von5: Sterne von mir.

Donnerstag, 30. Januar 2014

Rezension: Maximo Duncker ~ Mord allein macht auch nicht glücklich

18. November 2013
Taschenbuch: 288 Seiten

Klappentext:

Blutig, böse, Brandenburg
In seiner Zeit als Kulturredakteur ist der Berliner Journalist Kai van Harm so manchem Buchautor mit seinen schonungslosen Kritiken auf die Füße getreten. Jedoch ahnte er nicht, dass ihm das einmal zum blutigen Verhängnis werden würde. Nachdem Kais Freund Bruno Zabel mit einem Messer angegriffen und verletzt wird, begeben die beiden sich auf die Spur des Täters. Diese führt sie zu einem einsamen Gehöft in Brandenburg, hinter dessen Mauern eine grausige Entdeckung wartet …

Mein Fazit:

Kai van Harm wurde zum Ex-Journalist, nachdem sein Arbeitsplatz in die Luft gesprengt wurde.
So kam er auf die Idee ein Buch zu schreiben, dass allerdings nicht so wirklich gut ankommt.
Bruno Zabel ist Kai´s bester Freund, ehemaliger NVA-Soldat und lebt nun von Hartz-4, trinkt viel Bier und kommt nie aus dem Dörfchen Altwassmuth raus.

Als van Harm seine erste Lesung hält, ist Bruno natürlich vor Ort und wird prompt vom Buttermann-Verlag zu einem einwöchigem Berlin-Aufenthalt eingeladen, den dieser allerdings nur ungern annimmt.

Und plötzlich überschlagen sich die Ereignisse:
Bruno wird von einem falschen Elvis ins Bein gestochen, kurz darauf findet Kai ein Elvis PresleySongzitat an seiner Wohnzimmerwand und ein Stein fliegt durch das Wohnzimmerfenster von Kai´s Exfrau.

Zabel ruft sofort seine NVA Ex-Kollegen an und es entsteht eine Gefechtszentrale mitten in van Harms Wohnung. Trotz Überwachungskameras kommen sie nicht weiter.
Erst als Kai eine weitere Lesung in der Kulturscheune Wiepershof halten soll, kommen sie dem Täter auf die Spur.


Maximo Dunckler hat einen humorvollen Provinzkrimi geschrieben, mit viel Ironie und schwarzem Humor. Sein Schreibstil ist flüssig und man fliegt nur so über die Seiten.

Bruno Zabel wird durch seinen Berliner Dialekt sehr authentisch und ich höre seine Stimme quasi in meinem Kopf, da seine Passagen genauso geschrieben sind, wie er spricht.

Das Buch ist etwas für zwischendurch und bekommt von mir  :bewertung1von5:  :bewertung1von5:  :bewertung1von5:  Sterne.

 

Dienstag, 28. Januar 2014

Rezension: Zoe Marriott ~ Frostblüte

Klappentext:

Frost lässt keinen an sich heran – aus gutem Grund:
Sie trägt einen Wolfsdämon in sich, der immer dann hervorbricht und sie wahllos töten lässt, wenn sie verletzt oder von Gefühlen überwältigt wird. Als sie sich notgedrungen einer Schar Krieger anschließt, die das Königreich vor Aufständischen schützen, weckt sie schnell das Interesse von Luca, dem Anführer, und das Misstrauen von Arian, seinem besten Freund. Beide Männer spüren, dass sie etwas verbirgt.
Und Frost ahnt bald, dass einer von ihnen das Feuer ihrer Gefühle entfachen wird. Doch zu welchem Preis?
Eine Heldin zum Niederknien – fragil und stark zugleich.
Eine Geschichte zum Mitfiebern – beim Kampf gegen gnadenlose Schurken und innere Dämonen. Ein Buch zum Schwelgen und Verschlingen – voller unerwarteter Freundschaft, schwerer Entscheidungen und zarter, bittersüßer Liebe

Mein Fazit

Frost ist ein 17-jähriges Mädchen, die von einem Wolfsdämon besessen. 
Der Wolf bricht aus ihr hervor, wenn sie angegriffen wird und Blut fließt. Dann verfällt sie in Raserei und verletzt jeden der in ihre Nähe kommt. 
Jahrelang war sie mit ihrer Mutter auf der Flucht, denn an jedem Ort wurde sie getrietzt und ihr Wolf brachte sie in Schwierigkeiten.
Da ihre Mutter gestorben ist reist Frost alleine durchs Land, voller Misstrauen und hält jeden Menschen auf Distanz, um niemanden in Gefahr zu bringen.

Auf  ihrer Reise begegnet sie Luca und Arian. Luca ist Anführer einer Gruppe von Kämpfer, er glaubt fest an das Gute im Menschen und auch in Frost sieht er viel Potential.

Langsam fasst sie Vertrauen zu ihm.
Arian ist Lucas bester Freund. Er ist eifersüchtig auf Frost und reagiert anfangs sehr ablehnend ihr gegenüber.

Nach und nach enwickelt sie zu beiden eine besondere Bindung.

Zoe Marriott erschafft eine mystische Welt, die voller Gefahren, Geistern und Legenden ist.
Ihr Schreibstil war sehr angenehm zu lesen.

Ich hatte erst erwartet, dass Frost sich in einen Wolf verwandelt und war erst enttäuscht, dass dem nicht so war. Allerdings wurde die innerliche Verwandlung in den Wolfes gut umgesetzt und kam umso realistischer rüber.
Die Erklärung woher ihr Wolfsdämon kommt und was er genau ist, hat mich sehr überrascht, denn damit hatte ich nicht gerechnet.

Das Ende des Buches war mir zu einfach und ein bisschen mehr Überraschung wäre ganz gut gewesen.
Das Buch war gut, bekommt aber nur    :bewertung1von5:  :bewertung1von5:  :bewertung1von5: :bewertungHalb: Sterne von mir.

Donnerstag, 17. Oktober 2013

Steward O´Nan - Das Glück der anderen / A Prayer for the Daying

Klappentext:

In einer amerikanischen Kleinstadt bricht eine Seuche aus.
Jacob Hansen, Sheriff, Leichenbestatter und Pastor, muss hilflos zusehen, wie die Bewohner seine Warnungen vor der Krankheit in den Wind schlagern und alle Quarantänemassnahmen missachten.
Die Zahl der Toten wächst dramatisch, von der friedlichen Dorfidylle ist nichts mehr zu spüren.
Panik bricht aus. Und Jacob Hansen muss sich entscheiden: zwischen der Verantwortung für die Gemeinschaft und der Rettung seines privaten Lebensglücks.


Mein Fazit:

Jacob Hansen ist Sheriff, Prediger und Leichenbestatter in einer Kleinstadt in Amerika.
Und plötzlich bedrohen gleich zwei Katastrophen die Stadt Friendship: Diphterie ist ausgebrochen und durch die Dürre kommt ein Feuer unaufhaltsam auf den Ort zu.
Nach und nach sterben die Einwohner und für Jacob beginnt eine schreckliche Zeit in der sein Glaube auf dem Prüfstand steht.
Kann man das Glück aller anderen über das eigene stellen ohne sich zu verlieren?

Steward O´Nan hat hat seine Geschichte in der "Du-Form" (in der 2. Person) geschrieben und das ist sehr verwirrend.
Eigentlich sollte man meinen, dadurch kann man sich noch besser in die Geschichte einfühlen, aber dem ist leider nicht so.

Ein schockierendes Buch, das aber auf gewisse Weise zum Nachdenken anregt.
Allerdings gibt es so manche Szene, die ich am liebsten nicht gelesen hätte. Es ist definitiv nichts für schwache Nerven.

Durch die verwirrende Schreibweise und einige schreckliche Szenen die mir nicht mehr aus dem Kopf gehen, gebe ich dem Buch :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: Sterne.

Mittwoch, 16. Oktober 2013

Rezension: Tana French - Grabesgrün

Klappentext:

»Ich sehne mich nach der Wahrheit. Und ich lüge.«
Wer bringt ein kleines Mädchen um und bahrt es auf dem Opferaltar einer Ausgrabungsstätte auf? Jede Spur, die die beiden jungen Dubliner Ermittler Rob Ryan und Cassie Maddox verfolgen, führt sie nur tiefer in ein Dickicht, in dem sich alle Gewissheiten in ihr Gegenteil verkehren.
Und keiner darf erfahren, dass Rob vor vielen Jahren selbst etwas Furchtbares erlebt hat – im Wald bei ebenjener Ausgrabungsstätte …

Mein Fazit:


Auf einem Opferaltar, der sich mitten in einer Ausgrabungsstätte befindet, wird eine Zwölfjährige  gefunden. Sie wurde erschlagen und vergewaltigt.
Cassie und Robert, ein erfolgreiches junges Ermittlerduo bei der irischen Polizei übernehmen den Fall. Robert ist das unangenehm, da er den Tatort besser kennt, als ihm lieb ist.
Er ist dort aufgewachsen und war als Kind in ein Verbrechen verwickelt, dass nie aufgeklärt werden konnte, da  er infolge einer Amnesie nichts zur Aufklärung beitragen konnte.
Die einzige die von seiner Vergangenheit weiß ist Cassie.

Das Buch wechselt zwischen wilden Kindererinnerungen, die sich langsam wieder einen Weg in Roberts Bewusstsein bahnen und der Aufklärung des Mordes.

Tana French  schreibt auf einem hohem sprachlichen Niveau.

Die Charaktere von Cassie und Robert sind authentisch dargestellt und die innige und vertraute Freundschaft zwischen den beiden lässt den Leser teils amüsiert schmunzeln.

Nach und nach entwirrt Tana French die Verknüpfungspunkte und der Leser bekommt eine leise Ahnung wer als Täter in Frage kommt.

Das ganze Ausmaß des Tatmotivs ist schockieren, rundet das Buch aber perfekt ab.

Ein spannendes Buch, das teils allerdings etwas langatmig zu lesen war.
Da sich das halbe Buch um das Verbrechen aus Roberts Kindheit dreht, erwartet der Leser eigentlich, dass dieser Fall dann auch aufgelöst wird. Mitnichten! Das hat mich sehr enttäuscht.

Ich vergebe  :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertungHalb: Sterne an das Buch.






Sie hegen eine innige Freundschaft und geben sich gegenseitigen Halt und Stärke.


ll, auch wenn
Im Lauf der Ermittlungen kommen Robs verschüttete Erinnerungen langsam wieder an die Bewusstseinsoberfläche. Und diese Passagen, die Beschreibungen der wilden Kinderspiele inmitten einer urwaldartigen, unberührten Natur, gehören zum Poetischsten, was man derzeit in der Krimiszene lesen kann. Der Roman nimmt sich sehr viel Zeit, um diese einzigartige Atmosphäre heraufzubeschwören - und das tut ihm gut, zumal die Spannung über mehr als 600 Seiten nicht nachlässt, gilt es doch, eine Fülle von Spuren zu verfolgen.
"Grabesgrün" ist ein echter Pageturner für Freunde atmosphärisch dichter Krimis und bietet zudem ein mutiges Ende, denn nicht alles wird am Schluss aufgeklärt. 

Montag, 23. September 2013

Rezension: Keith Donohue ~ Das gestohlene Kind/ The Stolen Child

Klappentext:

Der siebenjährige Henry läuft von zu Hause fort, versteckt sich im Wald, wird gefunden und seinen Eltern zurückgebracht.
Niemand bemerkt, dass es nicht mehr dasselbe Kind ist, sondern nur das gleiche.
Kobolde haben Henry Day ausgetauscht, und so wächst ein Kobold in die Menschenwelt hinein. Dafür wird Henry zu Aniday und lebt als Schattenwesen weiter.

Lange Zeit bleiben die Veränderungen den Menschen verborgen. Doch dann kommen sich die beiden Welten immer näher.

Eine mitreißende Geschichte über das Abenteuer, erwachsen zu werden, ein eindringlicher Entwicklungsroman – an der hauchdünnen Trennwand zwischen Wunsch und Wirklichkeit: ein Märchen für Erwachsene.

Zum Inhalt:

Im Alter von sieben Jahren werden Henry und ein Kobold vertauscht.
Henry heißt jetzt Anyday und muss sich in eine vollkommen andere Gemeinschaft integrieren.
Der neue Henry darf als Mensch nicht auffallen und tut es auch nicht, nur sein "Vater" schöpft Verdacht.
Obwohl Henry sich entwickelt und erwachsen wird, hat er ebenso mit seinem Leben und seinen Erinnerungen an ein früheres menschliches Leben zu kämpfen wie Aniday.
Er altert äußerlich zwar nicht, steckt aber in der Kindheit fest, die Henry ihm gestohlen hat.

Mein Fazit:

Keith Donohue schreibt schlicht, aber dennoch sehr fesselnd.
Er erzählt die Schicksale der beiden Jungen aus der jeweiligen Sicht.
Spannend fand ich es wenn, beide Welten aufeinander treffen und die gleichen Situationen jeweils aus der Sicht von Henry und Anyday geschildert werden.
Gleiches geschieht und wird doch so verschieden wahrgenommen.

Das Erwachsenwerden wird auf einem interessanten Weg erklärt.
Ich gebe dem Buch :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: Sterne

Samstag, 21. September 2013

Rezension: Sean Creed ~ Gehetzt

Klappentext:

London. In einem Hotelzimmer des Ritz erwacht der ehemalige CIA-Agent Danny Shanklin - in der Hand ein Sturmgewehr, neben ihm die Leiche eines Mannes, den er noch nie zuvor gesehen hat. Noch völlig benommen stolpert er auf den Balkon und sieht das Unfassbare: Auf dem Platz vor dem Ritz liegen überall Leichen. Eine Limousine brennt, schreiende Menschen laufen ziellos umher. Sämtliche Einsatzkräfte der Londoner Polizei sind auf der Straße. Scharfschützen beziehen Stellung. Inmitten dieses Chaos sieht Danny plötzlich drei Menschen, die ganz ruhig wirken: Eine der Personen hält einen großen Gegenstand in der Hand - und Danny begreift: Dieser Gegenstand ist eine Fernsehkamera - und die ist genau auf ihn gerichtet ...

Mein Fazit:

Bodyguard und Ex-CIA-Agent Danny Shanklin soll in London einen neuen Kunden treffen, doch statt über einen Job zu reden, wird Danny überwältigt und wacht kurz darauf in einem Hotelzimmer im Ritz auf.
Ein Sturmgewehr in der Hand, eine Sturmhaube über dem Kopf und neben der Leiche eines ihm unbekannten Mannes.
Als er durch Schreie angelockt auf den Balkon tritt, sieht er unfassbares:
Vor dem Hotel hat ein Massaker stattgefunden mit mindestens 20 Toten.
Und plötzlich ist eine TV-Kamera auf ihn gerichtet.
Eine Hetzjagd durch London beginnt, denn Danny ist der Hauptverdächtige für das Massaker...

Sean Creeds treibt seine Leser mit einem rasantem Tempo durch die Kapitel.
Die Hetzjagd wird ausführlich beschrieben und manches mal hält man selber die Luft an vor Spannung, weil der Protagonist nur ganz knapp der Festnahme entgeht.

Fast das ganze Buch beinhaltet nur Danny´s Flucht und Teilausschnitte seiner Vergangenheit.
Leider löst der Autor die Geschichte am Ende nur bedingt auf, wahrscheinlich folgt irgendwann eine Fortsetzung.

Manche Zusammenhänge waren für mich nicht greifbar, das lag wahrscheinlich an dem rasantem Schreibstil.
Ich vergebe :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5:  Sterne.

Donnerstag, 19. September 2013

Rezension: Andreas Winkelmann ~ Blinder Instinkt

Klappentext:

Ein entführtes Mädchen, ein trauernder Bruder, ein eiskalter Psychopath ...

Ein heißer Sommertag. In einem verwilderten Garten sitzt ein junges Mädchen auf einer Schaukel. Alles um es herum leuchtet in strahlenden Blütenfarben, doch das Mädchen nimmt nichts davon wahr, es ist blind. Dafür spürt es ganz deutlich, dass sich ihm jemand nähert, jemand, von dem etwas zutiefst Böses ausgeht. Es versucht noch wegzulaufen – vergeblich … Jahre später wird Kommissarin Franziska Gottlob zu einem Wohnheim für Kinder gerufen. Wieder ist ein junges Mädchen verschwunden. Das Kind ist blind. Und vom Täter fehlt jede Spur.

Mein Fazit:

Zehn Jahre vor Beginn der Geschichte ist ein kleines Mädchen verschwunden. Sie ist acht Jahre alt und blind.
Als zehn Jahre später wieder ein kleines blindes Mädchen entführt wird, zieht Franziska Gottlob, die Ermittlerin Parallelen zu dem alten Fall.
Im Laufe der Ermittlungen nimmt sie Kontakt zum Bruder des ersten entführten Mädchens auf.

Dieser wird erneut von seiner Vergangenheit eingeholt, aber die Aussicht, nach all den Jahren den Entführer seiner Schwester auf die Schliche zu kommen, lässt ihn bei den Ermittlungen helfen.

Das Buch löst Ekel, Wut und Angst beim Leser aus, gleichzeitig baut Andreas Winkelmann aber auch eine Spur Romantik und Humor ein.
Der Autor weckt mit den vielen gefährlichen und exotischen Krabbel- und Kriechtieren, die im Buch vorkommen, die Urängste seiner Leser.
Wer ein Problem mit Spinnen und Schlangen hat, sollte das Buch vielleicht nicht unbedingt lesen.

Sarah´s Angst und Hilflosigkeit hat mich sehr berührt.
Ich finde die Vorstellung schrecklich, blind, hilflos und voller Angst einem anderen Menschen ausgeliefert zu sein.
Auch mit dem Bruder Max und Franziska Gottlob habe ich mich mit der Zeit verbunden gefühlt.

Das Ende war dann wiederum sehr überraschend, aber leider wurden die Hintergründe und Beweggründe nicht zufriedenstellend geklärt.
Genau das hätte mich sehr interessiert und die Nichtklärung schmälerte dann leider auch meine ungebrochene Begeisterung für das Buch.
Aus dem Grund bekommt das Buch  :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: Sterne von mir

Sonntag, 15. September 2013

Rezension: Gabi Rothhammer ~ Möglich, daß ich morgen wieder da bin

Zum Inhalt:

Anni Jaddatz und Mike Zandler sind ein paar, aber sie streiten nur noch.
Während sich ihre vierpfotigen Hausfreunde - die Abessinierkatze Cookie und der Golden Retriever Tatze - abgöttisch lieben, fliegen bei Mike und Anni die Fetzen.
Als Annis Vorliebe für jegliche Art von Trödel das Faß zum Überlaufen bringt, trennen sich ihre Wege.
Doch weder Mike noch Anni können sich über ihre wiedergewonnene Freiheit so recht freuen, denn mit ihrer Trennung beginnt das Chaos erst richtig ....

Mein Fazit:

Ein Buch, in dem der Alltag in einer Beziehung eingekehrt ist und all die Dinge, über die man früher hinweggesehen hat, nur noch Hass erzeugen.
Gabi Rothhammer erzählt die Geschichte abwechselnd aus der Sicht der beiden Protagonisten.
Die Situationen und Gespräche sind authentisch und ich konnte mich oft in Situationen hineinversetzen und musste des öfteren schmunzeln und lachen.

Das Ende rundet das Buch schön ab.

Trotzdem war das Buch nicht ganz mein Genre und ich fand das Chaos, dass nach der Trennung passierte teils zu langatmig, zu viel.
Deshalb bekommt das Buch von mir nur :bewertung1von5: :bewertung1von5: :bewertung1von5: Sterne